Die Unterbindung beim Mann, medizinisch Vasektomie genannt, wird meistens von Urologen durchgeführt. Wichtig ist ein eingehendes Gespräch, zumal die Methode zu einer definitiven Unfruchtbarkeit führt. Zum Eingriff: dieser ist klein und insgesamt sehr sicher. Er erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung und dauert ca. 30 bis 60 Minuten. Sie werden danach kaum Schmerzen verspüren und nach einem Ruhetag wieder arbeitsfähig sein, allerdings sollten Sie während ca. einer Woche keine schwere körperliche Arbeit verrichten. Bei der Vasektomie werden die beiden Samenleiter durchtrennt und ein kleines Stück wird herausgeschnitten. Dies hat keinerlei Einfluss auf Ihre sexuelle Lust, Ihre Potenz und Erektion und auch der Samenerguss bleibt unverändert, da die Flüssigkeit grösstenteils aus anderen Drüsen stammt.
In den ersten Monaten sind Sie noch zeugungsfähig. Nach ca. 4-6 Monaten respektive 20 Ejakulationen wird ein Spermiogramm (Untersuchung des Samenergusses) angefertigt. Erst wenn darin keine Spermien mehr entdeckt werden sind Sie sicher unfruchtbar. Bis dahin sollten Sie für eine anderweitige Verhütung sorgen. Komplikationen nach Vasektomie sind selten und vor allem kurzfristig postoperativ möglich, z.B. als Wundinfektion oder Nachblutung. Selten kann nach Vasektomie eine Nebenhodenentzündung auftreten, viel häufiger aber sind Druckempfindungen in Nebenhodenbereich, welche aber nach einer gewissen Zeit (2-3 Wochen) vergehen. Nachteilige Langzeitfolgen gibt es nicht. Die Vasektomie ist statistisch die sicherste Verhütungsmethode. Versager nach der Operation sind extrem selten und sind Folge von Rekanalisationen, wobei die beiden Samenleiterende sich wieder finden und zusammenwachsen. Die Unfruchtbarkeit ist als definitiv anzusehen.
Das Rückgängigmachen der Operation (Zusammennähen der durchtrennten Samenleiter) ist im Prinzip möglich, wobei die Erfolgschancen dieses Eingriffs umso kleiner sind, je länger die Unterbindung zurückliegt. Die Kosten für eine Vasektomie betragen 900.- Franken. Die Samenuntersuchung geht gesondert zu Ihren Lasten und wird rund 4-6 Monaten nach dem Eingriff empfohlen.
Die Krankenkassen sind nicht verpflichtet, eine Vasektomie zu übernehmen, häufig wird jedoch mindestens ein Anteil bezahlt. Es lohnt sich allerdings Ihre Versicherung anzufragen, ob nicht ein Teil zumindest übernommen wird.

Die Zirkumzision ist ein Kleineingriff und beinhaltet das Entfernen der Vorhaut, sodass die Eichel nicht mehr von Haut bedeckt wird. Nebst Muslimen und Juden werden auch in der Schweiz Knaben und Männer mit dieser Methode behandelt. Dabei muss man eine medizinisch induzierte (bei Vorhautverengung oder Entzündungen und Engstellen) von einer rituell-religiös motivierten Beschneidung unterscheiden. Nur die ersteren werden nämlich von der Krankenkasse bezahlt.

Der Eingriff erfolgt in der Arztpraxis und dauert ca. 45 Min. Normalerweise kann der Eingriff in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Es wird Nahtmaterial verwendet, welches selbstauflösend ist. Die Folgen der Zirkumzision beinhalten kleine Nachblutungen und selten Infektionen. Oftmals ist der Penis nach diesem Eingriff geschwollen und normalisiert sich nach Tagen wieder. Die Beschneidung hat  keinen Einfluss auf das Lustempfinden oder Erektion. Auch bleibt die Empfindlichkeit der Eichel erhalten. Lediglich die sexuelle Erregung nimmt etwas ab, da der zusätzliche Reiz Vorhaut nun entfällt. In jedem Fall profitiert der Patient von der verbesserten Hygiene und die Partnerin ist einem geringeren Risiko für Muttermundkrebs ausgesetzt.